Aufstand der textilen Zeichen
Kunde
Initiative ADZ
Branche
Kunst & Kultur
Jahr
2009

Ausstellungen
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DU UND ICH UND ALLE, DIE WIR INFIZIEREN Unter dem Titel „Aufstand der textilen Zeichen – ein künstlerisch-subversives Experiment mit Netzwerkcharakter” – wurde das Projekt 2008 von Stephanie Müller initiiert. Zusammen mit Christina John und anderen Aktivisten wurde die Idee zum Konzept ausgearbeitet. Das grundlegende Prinzip: Aktion/Reaktion als Methode. Den ersten Impuls gaben verschiedene Schlagworte aus dem Bereich Radical Crafting und Modeaktivismus. Darauf wurde mit verschiedenen Fragestellungen reagiert, aus denen heraus sich vier Themen herauskristallisierten: "Neue Häuslichkeit", "XXL – Wenn Mode Grenzen sprengt", "Diktatur der Individualität" und "Identität 2.0". Diese vier Themen dienten Künstlern aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern als kreativer Impuls. Die Reaktionen auf diese Themen wurden als Gruppenausstellung in der Galerie "Die Färberei" in München für zwei Wochen ausgestellt und von einem Rahmenprogramm mit Workshops, Musik und Theater begleitet. MILCH+HONIG unterstützte dieses Projekt konzeptionell und organisatorisch, beteiligte sich mit verschiedenen Kunstbeiträgen (¬ MHDK Wunschbox / Stechbilder / U-Turn) und übernahm die Entwicklung des visuellen Auftritts der Ausstellung (¬ Corporate Design).
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FAYTHE LEVIN HANDMADE NATION Filmpremiere der New Yorker Künstlerin Faythe Levin |
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LIVE AUS NEW YORK CITY Faythe Levine ist eine der prominentesten Persönlichkeiten der aktuellen Do-It-Yourself Bewegung. Sie ist Autorin, Filmemacherin, Künstlerin, Kuratorin, Sammlerin, Photografin und D.I.Y. Aktivistin. Ihr Bestseller „Handmade Nation“ machte sie berühmt. Mit Ihrem Dokumentarfilm indem sie mehr als 80 Künstler aus 15 Städten interviewte, knüpft sie an das Erfolgsbuch an und dokumentiert das Netzwerk und Arbeiten der aufkommenden Künstlerbewegung. Während der Ausstellung "Aufstand der textilen Zeichen" wurde erstmalig der Dokumentarfilm "Handmade Nation, The Rise of DIY, Art, Craft, and Design" von Faythe Levine gezeigt. Die in NYC lebende Künstlerin stellte sich nach der Vorführung Live per Videokonferenz einem öffentlichen Diskussionsforum und antwortete auf die vielen Publikumsfragen. |
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CAPRICCIO TV-BEITRAG IM BR Street knitting und garn bombing in München |
PROJEKTIONSFLÄCHE FÜR SOZIALKRITISCHE POSITIONEN
Nähen, Stricken und Häckeln haben sich aus dem Milieu der Handarbeit befreit und sich als subversiver Eingriff in den öffentlichen Raum emanzipiert. Die TV-Sendung "Capriccio" berichtet über die Ausstellung "Aufstand der textilen Zeichen" und präsentiert Arbeiten verschiedener Künstler und Anhänger des "Yarn Bombings" - eine Art textiler Graffiti. Nichts auf der Straße kann sich dieser Bewegung entziehen... ob Straßenlaternen, Zäune, Telefonzellen, Bäume, Überwachungskameras oder auch eine Löwenstatue am Münchner Odeonsplatz, alles wird von Wolle umgarnt.
¬ Capriccio, Bayerisches Fernsehen, Donnerstag, 19.11.09, 22.30
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DER TEXTLICHE ZEICHENAUFSTAND Lesungen, Hörspiele, Soundperformance |
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ERFRISCHENDE BUCHSTABENSUPPE Im Rahmen des Wortkunst-Nachmittags beehrt der write club, der aus einer Gruppe junger Münchener Autoren besteht, den Zeichenaufstand mit einer Reihe von Lesungen (¬ www.write-club.de). Thomas Meinecke und Move D. geben ihre Hörspiele "Tomboy" und "Work" zum Besten und Justine Maxelon und Laura Theis präsentierten ihre Performance-Collage "Schönes neues Selbst. Ein Tanzwortmusikfragment ohne Antwort." Auch die Text-Näh-Sound-Performance "O brother, where art thou?" am laufenden Band mit den Gebrüdern Schreib- und Nähmaschine gespielt von Raquel Rodriguez Izquierdo und Stephanie Müller unterhielten das interessierte und vielschichtige Publikum. |
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KEIKO SAILE SCHOKOLADENPERFORMANCE
Mit ihrer Schokoladenperformance interpretiert die in Zürich lebende freischaffende Fotografin den Prozess sich in eine neue Heimat einzuleben. Schokolade als Symbol für den Schweizer "Way of Live", die zu ihrer zweiten Haut wird. |
LABOR 45 SONIC SPACE SUITES
Das Münchner "Labor 45" präsentiert ihre Sonic Space Suits (berührungssensitive Synthesizer-Kleidchen). In Electro-Sound-Performances werden sie mit Haut und Haaren Teil oszillierender Schaltkreise - Tanzmusik der neuen Art. |
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CHRISTINA PAVLIC STITCH BY STITCH Urbane Zeichen im Herzen von München |
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DIE BANK, DAS GARN UND DIE BOHRMASCHINE Holzlatten von öffentlichen Sitzmöbeln werden mit Löchern durchbohrt und traditionell mit Nadel und Garn bestickt. Dabei werden die lokalen und regionalen Kontexte der Alltagskultur aufgegriffen - in ihrer tradierten Paradoxie und Widersprüchlichkeit.
So wird "heimische Häuslichkeit" zwischen Kitsch, Wohlgefühl und Unerträglichkeit zum Thema gemacht indem die Bänke schlicht zum Sitzen einladen. ... echte Gefühle für heimatliche Klischees. |
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ELANA KATZ SAMBA New Yorker Performance-Künstlerin nimmt Teil am Aufstand |
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SAMBA Die Performance "Samba" charikiert den brasilianischen Samba-Tanz. Sie hinterfrägt das Schönheitssideal, dass die Tänzerin durch das Kostüm repräsentiert und übertreibt dessen Funktion und Bedeutungen durch den Einsatz verschiedener Materialien und den Präsentation in den Straßen von New York. Stöckelschuhe aus Klebeband und Holzklotz symbolisieren den Schmerz beim Tanzen. Der imposante Kopfschmuck aus Vogelstraußfedern wird durch "schmutzige" Taubenfedern ersetzt und das Kostüm aus buntem Klebeband gefertigt. Besonders augenfällig ist die übertriebene Proportion des Hinters, wodurch dessen Wichtigkeit beim Tanz unterstrichen wird. Der Tanz selbst wird so aus seinem glamourösen Umfeld entrückt und bekommt in den schmutzigen Straßen von New York City ein neues Gesicht.
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GISPERT STACH BAUMSCHMUCK Eine Kette zu knechten, zu treiben und ewig zu binden |
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PERLENKETTE FÜR EINEN BAUM
"Als Ausgangspunkt meiner Arbeit verwende ich industriell gefertigte Schmuckstücke. Diese setze ich in einen neuen Kontext, indem ich z.B. ein Stück in erhitztem Asphalt versinken lasse. Gleich einem paläontologischen Relikt lege ich das verborgene Objekt Schicht für Schicht durch Abschleifen wieder frei." |
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RAQUEL RODRÍGUEZ IZQUIERDO UND STEPHANIE MÜLLER O BROTHER, WHERE ART THOU
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SIMON MÜLLER KÖRPERFORMATIONEN Kunst um den Körper |
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KÖRPER, GEIST UND KREATIVITÄT Er spürt etwas in sich was er in der Welt da nicht sehen kann, er sucht etwas, er erfindet etwas , er baut etwas , er baut etwas aus sich heraus, er baut es wieder an sich hin, er baut sich aus dem das was er erschaffen hat , das Objekt seiner Arbeit nimmt ihn in sich auf, er bewohnt es und lebt darin – in seiner Welt, mit einem neuen Körper. Bei den Stoff-Arbeiten von Simon Müller sollten eigentlich gar keine ausstellbaren Objekte geschaffen werden, die eine Aussage des Künstlers vertreten. Der Bildhauer hatte hier vielmehr das Bedürfnis mit dem eigenen Körper formend umzugehen. |
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